03. September 2021
Wirtschaftstag 2021: Agenda für die Post-Covid-Welt
Reden und Fotogalerie online - Wirtschaftstag 2022 am 31. Mai 2022

Kurz vor der Bundestagswahl brachte der Wirtschaftsrat maßgebliche Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft zusammen: Auf dem Wirtschaftstag 2021 in Berlin standen die wichtigsten Fragen für die politischen Weichenstellungen der nächsten Legislaturperiode auf der Agenda. Über 70.000 Zuschauer verfolgten die Veranstaltung live auf Welt-TV und über die Landing-Page des Wirtschaftstages. Im Zuge der Debatten wurde deutlich: Die Bewältigung der Corona-Krise ist einer der größten Stresstests, den sich unsere freiheitliche Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung in den zurückliegenden 70 Jahren stellen musste. Umso mehr gilt es, in der Post-Covid-Welt zu einem ausgewogenen Verhältnis von Markt und Staat zurückzukehren. „Wir brauchen ein Comeback der Sozialen Marktwirtschaft“, betonte Astrid Hamker, Präsidentin des Wirtschaftsrates. „Der Staat hat in der Covid-Krise einen Platz eingenommen, der ihm nicht zusteht.“ Peter Altmaier MdB, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, zeigte sich überzeugt, dass ein genereller Lockdown in Zukunft nicht mehr erforderlich sei. Das gebe der Wirtschaft Sicherheit für Investitionen.

Mit Blick auf die Bundestagswahl sprach Ministerpräsident Armin Laschet MdL, Bundesvorsitzender der CDU und Kanzlerkandidat der Union, von einer Richtungsentscheidung, insbesondere für Bürger, die Freiheit statt Bevormundung wollen. Laschet stellte den Abbau von Bürokratie und Regulierungen in den Mittelpunkt seiner Rede und versprach einen Verzicht auf Steuererhöhungen. Ministerpräsident Dr. Markus Söder MdL, Vorsitzender der CSU, warnte eindringlich vor einem Linksrutsch im politischen Gefüge und wünschte sich eine stärkere inhaltliche Auseinandersetzung im Bundestagswahlkampf. „Wir führen seit Monaten einen Wahlkampf der Nebensächlichkeiten. Das ist das falsche Signal in ernsten Zeiten“, monierte Söder.

Den Höhepunkt des Tages bildete die Abendveranstaltung, auf der die bereits im letzten Jahr beschlossene Verleihung der Ludwig-Erhard-Gedenkmünze in Gold an den österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz erfolgte. In seiner Laudatio auf den Preisträger betonte Prof. Dr. h.c. mult. Roland Koch, Ministerpräsident a.D. und Vorsitzender der Ludwig-Erhard-Stiftung, dass die konservativ-grüne Regierung in Wien ein mögliches Vorbild für Deutschland sei. „Die Grundlagen der Marktwirtschaft sind nicht verlassen worden, die Wirtschaft wurde in keiner Weise benachteiligt. Sebastian Kurz hat unter Beweis gestellt, wie erfolgreich die Rückbesinnung auf die Soziale Marktwirtschaft sein kann“, erklärte Koch. Preisträger Sebastian Kurz bedankte sich für die „jahrelange sehr gute Zusammenarbeit“ mit dem Wirtschaftsrat. „Der Austausch mit dem Wirtschaftsrat bereichert mich immer aufs Neue“, so der Bundeskanzler der Republik Österreich.

Friedrich Merz, Vizepräsident des Wirtschaftsrates, machte zum Abschluss des Wirtschaftstages deutlich, dass Deutschland vor tiefgreifenden Veränderungen stehe. „Wir erleben das Ende einer 16-jährigen Kanzlerschaft. Das Gesicht der Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch ihre politischen Repräsentanten, wird sich nach dem 26. September fundamental verändern. So oder so. Ich hoffe, dass uns allen, jenseits aller parteipolitischen Präferenzen, noch einmal klar geworden ist, vor welchen großen Herausforderungen dieses Land steht.“

Falls Sie den Wirtschaftstag verpasst haben oder ihn noch einmal Revue passieren lassen möchten, können Sie hier Aufzeichnungen der einzelnen Reden, Podien und Panels der Veranstaltung aufrufen. Eine Fotostrecke zum Wirtschaftstag finden Sie hier. Die Sonderbeilage, die der Frankfurter Allgemeinen Zeitung am 31. August beilag, können Sie hier herunterladen.

Bitte merken Sie sich außerdem bereits den Termin für den Wirtschaftstag 2022 vor: Dieser findet am 31. Mai 2022 in Berlin statt.

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